Geotechnik / Baugrund

Georadar / Bodenradar

 

Georadar

Mit Hilfe des Georadars (bodendurchdringendes Radar) ist es möglich metallische und nichtmetallische Objekte (z.B. Strom-, Wasser-, Gas-, Kanal- und Telekommunikationsleitungen, Fundamente, Mauern etc.), Hohlräume, ggf. Schichtgrenzen, Vernässungszonen und Ähnliches, zerstörungsfrei von der Geländeoberfläche aus zu erkennen und zu orten. Hierbei können auch Asphaltflächen, Pflasterflächen und zum Teil auch Betonflächen durchdrungen werden.

Einsatzgebiete sind beispielsweise die Leitungs- und Kanalortung, die Erkennung von Schwächezonen im Straßenoberbau oder im Erdplanum, die Ortung von Gräbern, von Hohlräumen (z.B. nach Leitungsdefekten) und von unterirdischen Bauwerken (z.B. Fundamente, Archäologie).

Die Funktionsweise beruht auf dem Aussenden von elektromagnetischen Impulsen, die von den verschiedenen, unterirdischen Objekten reflektiert werden. Die reflektierten Impulse werden dann in der Radar-Antenne detektiert und ähnlich wie bei der Tomografie interpretiert und bewertet.

Die theoretische Eindringtiefe unter optimalen Bedingungen liegt bei bis zu 10 m. In der Realität sind aufgrund der Dämpfungseigenschaften des Bodens (hauptsächlich bedingt durch den Wassergehalt und die Korngrößen) jedoch realistische Eindringtiefen von mindestens 2 m bis 4 m möglich. In trockenen Sandböden können auch höhere Eindringtiefen erreicht werden.

  

 

 

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